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  • anjagrosse

Kirchenasyl

Aktualisiert: 17. Okt 2019

Didi war früher katholischer Messdiener und riet mir, mich an die Kirchen zu werden, als Friedenspilgerin würden die mir sicher ein Bett für die Nacht geben.

Nachdem die Freunde von Willem sich nicht gemeldet haben, komme ich zufällig an einer Kirchengemeinde vorbei. Hier laufen Kinder herum und basteln irgendwas. Ich gehe rein und frage nach der Pfarrerin und stehe vor Holle (wie Frau Holle). Sie sagt:“ Ne haben wir nicht, aber du kannst bei mir übernachten.“ Gibt’s doch gar nicht. Nach jahrzehntlangem Zweifeln an allem was mit Religion zu tun hat und Angst vor meinem eigenen Unglauben finde ich jetzt Schutz bei der evangelischen Kirche. Ich komme mit zum Spieleabend und es ist alles ganz wunderbar!


Am nächsten Morgen reden wir noch lange über Gott und die Welt. Holles Antworten sind:

“dass die Menschen friedlich miteinander leben, sich nicht die Köpfe einhauen. Respektvoll miteinander umgehen. Das fängt schon im kleinen an, von daher ist es nicht so einfach.

Ich finde es eigentlich gut, dass auch die jüngeren jetzt auf die Strasse gehen, frage mich aber was sie selbst tun. (Ich kenne die alle, es sind immer die gleichen.) Sie fahren mit den Eltern auf einem Kreuzfahrtschiff in Urlaub, werden mit dem Auto zur Schule gebracht.

Aber ich hoffe, dass durch diese Bewegung mehr Leute ins Nachdenken kommen. Zum Beispiel haben sich hier im Ort die Abiturient*innen von der "Fridays for Future" Bewegung dazu anregen lassen, nicht nach Neuseeland zu fliegen, sonders etwas anderes zu unternehmen stattdessen.

Es ärgert mich in diesem Zusammenhang, dass fliegen immer noch billiger ist als mit dem Zug zu fahren. Das ist total ärgerlich!


Ich selbst fahre fast nie mit dem Auto, sondern viel Zug, kaufe viel Bio und wenig Verpackung. Ich kann es mir leisten, anders einkaufen zu gehen, aber das Leuten zu erzählen, die nicht so viel Geld haben, finde ich schwer. Auch das konsequent umzusetzen ist schwierig: bei Gruppenaktivitäten in der Gemeinde kaufe ich zum Beispiel auch günstige nicht-Bio Lebensmittel ein.

Bei den Kindern, mit denen ich arbeite (sie ist unter anderem Religionslehrerin), versuche ich Bewusstsein zu schaffen für die Schöpfung mit der Frage: wie können wir die Schöpfung erhalten?



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Anja Grosse / Nirmal Darshan Kaur, Repgowstieg 18, 22529 Hamburg

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