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Be the Change you wish to see in the world!

Aktualisiert: 24. Okt 2019

In Halle werde ich sehr freundlich von Leuten aufgenommen, die mir eine Mitbewohnerin von Toni empfohlen hat.

Taulant setzt sich sofort mit mir an den großen Küchentisch und sagt, Frieden habe auf jeden Fall mehrere Aspekte. "Der Umwelt etwas gutes tun, oder wenn schon nichts gutes dann zumindest nichts schlimmes. Generell als Mensch auf diesem Planeten muss ich meine innere Ruhe finden. Die soll nicht beeinflusst sein durch Faktoren, die von außen kommen. Das heißt für mich: auch wenn da draußen die Hölle los ist, soll es drin (er legt die Hand auf sein Herz) ein Paradies geben. Denn wenn draußen das Paradies ist und innen nicht, dann bring es nichts.

Zum Klimawandel: die Leute die in den westlichen Ländern wohnen, sollten mehr Kinder adoptieren, die in Ländern der dritten Welt leben und nichts haben. Grundsätzlich gilt: wir sollten nicht so viele Kinder auf die Welt bringen, denn es gibt genug. Ich selbst bin zum Beispiel jetzt verheiratet und habe mich entschieden, ich mache keine Kinder. Wenn ich Kinder haben möchte, dann werde ich welche adoptieren.

Wir sollten außerdem kein Fleisch oder so wenig Fleisch wie möglich konsumieren.

Das Thema Umwelt ist groß! Du kennst ja sicher die Fridays for Future Bewegung. Wenn es um die Umweltgeht, müssen wir den Kindern auf jeden Fall mehr zuhören. Im Kosovo habe ich in den letzten 10 Jahren gesehen wie es jedes Jahr trockener geworden ist, darüber bin ich sehr traurig. Das kommt einmal vom Krieg, und dann direkt danach ging es mit dem Kapitalismus los, es wurden massenweise Bäume gefällt, massenweise Plastik produziert und benutzt. Das hat mich ziemlich runtergezogen. Diesen Prozess beobachte ich auch in Halle über die letzten 4 Jahre. Ich bin ein sehr empfindsamer Mensch und beobachte sehr genau.

Was ich selbst machen kann: Ich denke ich sollte nichts von den anderen erwarten, sondern selbst etwas tun, aus eigener Initiative. Wie Ghandi sagt: "Be the Change you wish to see in the world." Heutzutage, mit so vielen Informationen im Internet, weiß jede*r was wir machen müssen, um die Umwelt zu schützen. Ich muss keinen Menschen mehr fragen, wie das geht. Wir sind die Regierung! Wenn ich kein Fleisch konsumiere, wird weniger Fleisch produziert, Wenn ich kein Auto kaufe, würden die etwas anderes produzieren. Und so weiter. Ich habe ein Beispiel: Als wir für unseren Ofen Holz sägen wollten, brauchten wir eine Motorsäge. Ich war überrascht, wir hatten zwei Stück im Keller! Als ich Kind war im Kosovo hatte das ganze Dorf eine Säge, und es hat geklappt! Wir haben den Keller voller Sachen, die wir in 5 Jahren nicht ein einziges Mal verwenden.

Ich mag hier in Deutschland viele Sachen gar nicht, nicht wie vieles hier läuft. Viele haben alles aber haben keine Freunde und sind alleine. Dann kommen Angststörungen, Depressionen. Vor 200000 Jahren lag unsere Kompetenz in der Gruppe. Seit dem Hippie - Movement der 60er geht es um Individualismus. Das finde ich auch gut, aber jetzt haben wir es so weit gebracht, dass wir es vergessen haben, dass man genauso mit dem Inneren arbeiten muss. Wir können heute Raumschiffe bauen und zum Mars fliegen. Es gibt genau solche Techniken für unseren Körper und Geist. Das ist genauso wie im alten Ägypten. Sie bauten die Pyramiden und dann dachten sie; wie schön, jetzt können wir diesen Augenblick genießen. Und dann wurden sie faul und hörten auf zu bauen. Und nach einer Weile vergaßen sie, wie es geht. Genauso ist es uns ergangen mit unserem Körper und unserem Geist. Das alte Wissen über uns selbst ging uns verloren.




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Anja Grosse / Nirmal Darshan Kaur, Repgowstieg 18, 22529 Hamburg

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